„Wir sind mächtig stolz“
19.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland haben mitgemacht, und 32 Kinder aus Fulda holten in ihrer Kategorie Silber: Die Klassen 3 und 4 der Antonius von Padua Schule wurden beim Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ in der Kategorie Grundschule ausgezeichnet. Die Siegerehrung fand am 23. Juni 2026 in Berlin durch Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan statt.
Die Schülerinnen und Schüler der inklusiven Grundschule von antonius beschäftigten sich für den Wettbewerb kreativ mit dem Thema Desinformation. Das Motto lautete „Fakten gecheckt? Verändert die Welt mit eurer Story!“ Dafür haben sich die Kinder intensiv mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen beschäftigt und diese mit Faktenchecks kritisch hinterfragt.
Zeichen setzen gegen Desinformation
Die recherchierten Ergebnisse stellten sie in einem selbstgedrehten Film dar. Darin zeigten sie auch konkrete Lösungsvorschläge für ihren Schulalltag – etwa zum Thema Mülltrennung, Wassersparen oder inklusive Bildung.
„Die Schülerinnen und Schüler haben das Projekt sehr eigenständig und als Team umgesetzt. Es war wunderbar zu sehen, wie sie eigene Ideen entwickeln und dann auch durchsetzen können“, freut sich Lehrerin Anne Braun. „Durch das Projekt haben sich nicht nur die Kinder für Nachhaltigkeitsziele sensibilisiert, sondern auch wir Lehrkräfte“, ergänzt ihre Kollegin Veronika Schollmeyer.
Eigene Ideen für eine gerechtere, nachhaltigere Welt honoriert
Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt. Alle zwei Jahre werden damit Schülerinnen und Schüler ermutigt, sich mit globalen Herausforderungen auseinanderzusetzen und eigene Ideen für eine gerechtere, nachhaltigere Welt zu entwickeln. Thema der aktuellen Runde war Desinformation – also die Frage, wie sich Falschmeldungen entlarven lassen und alle Menschen mehr Verantwortung für eine gerechtere Welt übernehmen können.
Die Preisverleihung mit Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan fand am 23. Juni 2026 im historischen Stadtbad Oderberger in Berlin statt. „Es ist sehr ermutigend, dass so viele junge Menschen Ideen für die Zukunft unserer Welt entwickeln und sie aktiv mitgestalten wollen. Dieses wichtige Engagement verdient Anerkennung und Wertschätzung. Deshalb freue ich mich darauf, die Gewinnerinnen und Gewinner des entwicklungspolitischen Schulwettbewerbs für ihren großartigen Einsatz für eine bessere Welt auszuzeichnen“, sagte die Ministerin.
Rund 250 Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte nahmen an der Feier teil – darunter eine Delegation der Antonius von Padua Schule mit 22 Schülerinnen und Schülern der Klassen 3 und 4 zusammen mit den Projektbegleiterinnen Anne Braun und Veronika Schollmeyer.
Zusätzlich zum Bundespreis wurden Anne Braun und Veronika Schollmeyer vom Land Hessen für ihr Lehrkräfteengagement ausgezeichnet. Für die feierliche Übergabe der Urkunden wurden die beiden Lehrkräfte der Antonius von Padua Schule in das Kultusministerium nach Wiesbaden eingeladen.