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Schnee fällt leise

Morgens wache ich auf und draußen ist es hell. Nein, nicht weil die Sonne scheinen würde, sondern weil die Natur ein weißes Kleid trägt, das das Licht der Straßenlaternen und Häuser wiederspiegelt und die Nacht ein wenig zum Tage macht. Von Schneefall wacht man nicht auf, denn Schnee fällt leise, ganz leise. Er ist nicht so laut wie Regen, sondern deckt behutsam alles zu. Dann ist man überrascht, wenn morgens alles weiß ist. Wir sind gar nicht mehr so gut darauf vorbereitet, wenn wir wegen dem Wetter Schulen schließen. Am Montag und Dienstag war das gut so. Auf den Straßen ist man kaum vorangekommen, da die Räumfahrzeuge mit der Arbeit nicht hinterhergekommen sind. Selbst wenn geräumt war, hatte man ein anderes Auto vor sich, das Schwierigkeiten hatte, eine Steigung zu meistern oder sich durch die Schneemassen zu kämpfen. Am besten ist es in solchen Situationen doch, wenn man nirgendwohin fahren muss. Ich finde, dass so eine weiß gepuderte Landschaft vom Alltag total entschleunigt. Ich jedenfalls könnte stundenlang aus dem Fenster schauen. Dick angezogen ist auch ein schöner Spaziergang möglich, oder man baut einen Schneemann und zettelt eine ordentliche Schneeballschlacht an.

Zum Glück haben wir die Möglichkeit, online Unterricht anzubieten und damit von Zuhause aus zu lernen. Die Lehrer haben den Schülerinnen und Schülern Aufgaben geschickt, die sie erledigten. Denn nur weil man nicht zur Schule gehen musste, bedeutet das ja nicht, gar nicht lernen zu müssen. Distanzunterricht nennt sich das dann. Für die Schüler und Schülerinnen standen die Lehrer die ganze Zeit für Fragen zur Verfügung und so lief es ganz gut. In der Schule gab es eine Notbetreuung für die Schüler und Schülerinnen, die nicht zuhause bleiben konnten und da wurde gespielt und gebastelt.

Trotzdem ist es schöner, gemeinsam in der Klasse zu lernen.

 

Mara Heß

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