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Miteinander statt übereinander sprechen – Fachtag für inklusive Medizin

In verschiedenen Fachvorträgen und Diskussionsrunden ging es um die Frage, wie die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung verbessert werden kann. Das Problem ist nicht unerheblich: Die Lebenserwartung dieser Gruppe liegt bis zu 20 Jahre unter der von Menschen ohne eine kognitive Beeinträchtigung.

Ich denke, dass man sich ausreichend Zeit für den Patienten nehmen sollte, da das Gespräch direkt mit den Betroffenen länger dauern kann. Die Gäste des Fachtags konnten sich austauschen und auch mit Menschen, die von einer unzureichenden Gesundheitsversorgung und Prävention betroffen sind, sprechen. Leider ist es noch nicht selbstverständlich, dass Menschen mit Behinderung im Gesundheitssystem mit ihren Besonderheiten angemessen berücksichtigt werden. Deshalb war der Austausch miteinander sehr wichtig.

Mareike Euler hat die Gebärden des Monats Mai in eine schöne Geschichte verpackt, und die Zuhörer wurden aufgefordert, beim Einsatz der Gebärden mitzumachen. Ein Teil des Programms war die bewegte Pause, und unsere Schüler und Schülerinnen haben das Lied „Auf uns“ von Andreas Bourani mit Gebärden unterstützt. Dazu gab es zu Beginn einen Zettel mit den passenden Gebärden.

Bevor die Schüler und Schülerinnen wieder in die Schule gegangen sind, konnten sie sich ein Smoothie pürieren. Dazu musste man sich auf ein Fahrrad setzen, an dem der Mixer angeschlossen war. Wenn kräftig in die Pedale getreten wurde, wurde das Smoothie püriert. Die Jugendlichen der AvP fanden das Getränk lecker und haben gesagt: „Cool, dass ich das nur mit dem Fahrrad klein gemacht habe.“

Ich denke, es war gut, dass der Tag veranstaltet wurde, weil die Menschen in den Austausch mit anderen kommen und so etwas Neues erfahren konnten. Ich fände es schön, wenn der Tag jedes Jahr stattfindet. So würde das Thema mehr Aufmerksamkeit erhalten.

 

Mara Heß

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