Medienprojekt der Antonius von Padua Schule
In dem Projekt haben unsere Jugendlichen in mehreren Modulen erstmal gelernt, wie man gut und richtig mit dem Tablet eine Szene filmt. Zum Filmen braucht man beispielsweise gute Lichtverhältnisse und eine ruhige Hand, sonst verwackelt das Bild. Auch das Starten und Stoppen von Aufnahmen gehörte zum Lernprozess. Auch haben sie gelernt, welche Unterschiede es gibt, wenn man mit einer Kamera oder einem Tablet filmt. Als Nächstes hieß es Portraits zu machen und Alltagssituationen aufzunehmen und anschließend Szenen auszuwählen. Es ist wichtig, dass man vorher bespricht, welche Aufgabe man hat und dass man in festen Gruppen arbeitet.
Aber was oder wen haben unsere Jugendlichen genau gefilmt? Sie haben einen kleinen Film über den Fuldaer Weg gedreht. Beim Fuldaer Weg geht es darum, dass man selbst sein Leben in die Hand nimmt und sich seinen Platz im Leben erobert. Es geht darum, sich gegen die vollversorgende Sonderwege der Behindertenhilfe zu entscheiden. Der Mensch möchte von Natur aus anderen Menschen zeigen, was er kann, und ein eigenes Leben führen. Genau diesen Weg in die Selbstständigkeit fördert antonius mit passenden Angeboten.
Der Film, der von unseren Schülerinnen und Schülern gedreht wurde, dokumentiert die Geschichte von Samuel. In der Vorbereitung auf den Dreh bereiteten sie Interviewfragen vor, wo sie gemeinsam brainstormten, was sie erfahren wollten. Während des Drehs arbeiteten die Jugendlichen mit Kamera, Licht und Ton und führten die Produktion bis zum fertigen Film. Natürlich standen Johannes Ruppel und ihre Lehrerinnen immer mit Rat und Tat zur Verfügung. Samuel hat zum Beispiel erzählt, dass er viele Jahre im Kinderhaus gewohnt hat, was sehr schön war oder dass er die Padua Schule und die Startbahn besucht hat. Dort konnte Samuel in verschiedene Berufsfelder reinschnuppern und in der Gastronomie arbeiten. Jetzt macht er eine Ausbildung beim Café Ideal in Fulda und wohnt selbstständig in einem Haus in einer Wohnung, die bei antonius gebaut wurde.
Am Mittwoch, 17.06.2026, kam der große Tag, da die Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Hauptstufe am Hessentag im Museumshof das Ganze vor fremden Menschen präsentierten. Alle Eltern, die sich es einrichten konnten, waren gekommen. Im Museumshof fanden Schulaufführungen und so auch die der Mittel- und Hauptstufe statt. Als unsere Schülerinnen und Schüler vom Moderator auf die Bühne gerufen wurden, waren alle aufgeregt. Claudia Müller-Elskamp, die Schulleiterin der Startbahn, kam auf die Bühne und hat alle begrüßt. Leider gab es die Technik nicht her, das Video zu zeigen, also haben die Jugendlichen beschrieben, was sie in dem Projekt gemacht haben. Das Sprechen vor vielen Menschen war aufregend, aber sie haben es sehr gut gemacht. Zum Schluss gab es großen Applaus unter anderem auch von Lysann Elze-Gischel, die Schulleiterin der Antonius von Padua Schule, die sich auch die Zeit genommen hat, um die Kinder zu unterstützen. Die Jugendlichen konnten sehr stolz auf sich sein.
Mara Heß