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Keine Angst vorm Helfen – Erste-Hilfe-Kurs in der Hauptstufe

An der Padua-Schule wurde jetzt ein zweitägiger Erste-Hilfe-Kursangeboten. Dieser wurde von Isabell Bott von der Organisation Malteser in der Hauptstufe verkürzt und in leichter Sprache geleitet.

Am ersten Tag saßen alle Schülerinnen und Schüler im Stuhlkreis und stellten sich mit Namen vor. „Was macht man, wenn ihr seht, dass eine Person bewusstlos ist?“, fragte Frau Bott. Zuerst bittet man jemanden, den Notruf zu wählen. In  solchen Ausnahmesituation ist man aufgeregt, und es ist die Aufgabe der Person in der Einsatzstelle den Anrufer beruhigen. Sie sagt einem auch, was zu tun ist. Als Erstes prüft man, ob die Person ansprechbar ist und auf Berührung reagiert. Wenn dies nicht der Fall ist, muss man die Person in die stabile Seitenlage bringen. Diese wird angewendet, wenn eine Person bewusstlos ist, aber noch normal atmet. Zuerst wird der Arm, der näher bei uns liegt, seitlich hingelegt. Die andere Hand wird an die Wange gelegt und das weiter entfernte Bein angewinkelt. Danach wird die Person vorsichtig auf die Seite gedreht. Zum Schluss wird der Kopf leicht nach hinten geneigt, damit die Atemwege frei bleiben. Anschließend wird der Notruf 112 gewählt und die Atmung regelmäßig kontrolliert. Alle Jugendlichen durften es bei einem Mitschüler, der sich auf dem Boden legte und sich bewusstlos stellte, ausprobieren. Dabei wurde auch manchmal gelacht, da es komisch war.

Am zweiten Tag begann mit der Abfrage von Isabell Bott, was die Jugendlichen noch vom ersten Tag wussten. Als Nächstes holte sie die Wiederbelebungspuppe raus, und dann durfte jeder Schüler die Wiederbelebung üben. „Ich habe für jeden von euch eine Gesichtsmaske dabei, die ihr bei jedem Mal der Puppe anzieht und wenn ihr fertig seid, zieht ihr ihr sie aus.“ Die Wiederbelebung wird gemacht, wenn eine Person bewusstlos ist und nicht normal atmet. Zuerst wird sofort der Notruf 112 gewählt. Dann legt man beide Hände übereinander auf die Mitte des Brustkorbs und drückt kräftig und schnell nach unten. Man macht 30-mal eine Herzdruckmassage. Wenn man es kann, gibt man danach 2 Atemspenden. Dann geht es immer weiter mit 30-mal drücken und 2-mal beatmen, bis der Rettungsdienst kommt oder die Person wieder normal atmet. Die Schülerinnen und Schüler haben den Übungsprozess gut gemacht und wer Hilfe brauchte, bekam Hilfe von seinen Mitschülern. Die Lehrerin von den Jugendlichen gab ihnen auf den Weg: „In einem echten Notfall müsst ihr nicht allein drücken bis der Rettungsdienst kommt, sondern bittet Passanten um Hilfe.“

Zu guter Letzt hat Isabell ihnen die Pflaster und Verbände erklärt, die in jedem Erste-Hilfe-Kasten sind. Für kleinere Finger- oder Wunden, die nicht schlimm bluten, gibt es Pflaster. Erstmal sollte man die Einmalhandschuhe, die auch im Kasten vorhanden sind, bei einer Wundversorgung tragen, damit keine Bakterien in die Wunde kommen. Es ist wichtig, dass das Pflaster mit der Wundauflage auf der Verletzung liegt und die längeren Klebestreifen auf dem Finger liegen. Zudem gibt es Finger- oder Fingerkuppenpflaster, die man bei einer Fingerverletzung kleben kann. Für größere Wunden sollte man eine Wundkompresse benutzen, die auf die Wunde gelegt und mit einer Fixierbinde befestigt wird. Eine Wundauflage mit einer daran befestigten Binde ist ein Verbandspäckchen und für stärker blutenden Wunden geeignet. Die Fixierbinde hält eine Kompresse fest und wird gleichmäßig um die verletzte Körperstelle gewickelt, aber nicht so fest, dass die Durchblutung beeinträchtigt wird. Wenn man einen Arm gebrochen hat, nutzt man zur Erstversorgung ein Dreiecktuck, sodass der Arm ruhiggestellt wird, aber das Tuch kann man auch dazu nutzen, um Verbände zu befestigen. Bei stark blutenden Wunden wird ein Druckverband verwendet. Dabei wird auf die Verletzung eine sterile Wundauflage gelegt, darüber ein Druckpolster, das mit einer Binde fest umwickelt wird. Bei einer Kopfverletzung wird eine sterile Kompresse auf die Verletzung gelegt und mit einer Fixierbinde mehrmals um den Kopf gewickelt und befestigt. Der Verband sollte nicht zu fest sitzen und nicht Augen und Ohren bedecken. Bei einer starken Kopfverletzung sollte man immer den Notruf absetzen. Die Jugendlichen durften sich dann auch noch gegenseitig verbinden und sahen damit gut aus.

Zum Abschluss waren sich alle einig: Erste Hilfe kann jeder leisten – wichtig ist vor allem, hinzuschauen, zu handeln und im Notfall nicht einfach weiterzugehen.

 

Mara Heß

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