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Gemeinsam statt allein – unsere Welt von morgen

Gemeinsam erarbeiteten die Jugendlichen einen Film, der sich mit der Welt von morgen befasst. Wesentliche Botschaften waren: keiner darf ausgeschlossen werden, jeder darf so sein wie er ist und: Es ist ok, Hilfe anzunehmen.

Wenn unsere Schülerinnen und Schüler in eine neue Umgebung mit neuen Gesichtern kommen, sind sie neugierig, mit wem sie es zu tun haben. Nachdem sie sich vorgestellt hatten, wurde den 47 Jugendlichen nochmal erklärt, woran sie arbeiten sollen. Es war wichtig, dass es nicht um das Schauspielern geht, sondern um das Menschliche geht. Miteinander wollten sie rausfinden, welche Persönlichkeiten zusammengefunden haben und wie sie zusammenarbeiten können. Danach gab es eine Übung, bei der mithilfe der Einteilung des Raumes schnell Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennbar wurden.  „Was mögt ihr lieber: Hund oder Katze?“, fragte eine Lehrerin. Daraufhin musste jeder entscheiden, auf welcher Seite er stehen möchte. Die Aufgabe war dann, sich im Raum umzuschauen und neue Leute neben sich zu erkennen. Später wurde anhand von Ecken im Raum Gemeinsamkeiten sichtbar gemacht. So wurde noch mehr Kontakt zwischen den beiden Schulen hergestellt. Desweiterem mussten die Jugendlichen zwei Kreise, innen und außen, bilden. Dabei mussten die Schüler in 90 Sekunden herausfinden, was das Gegenüber gerne macht, was er in dieser Welt ungerecht findet oder was er auf der Welt ändern würde. Das nannte sich Speed-Dating. Wenn die Zeit um war, musste man zum Nächsten im Kreis gehen. Zunächst wurde die Freude auf die Woche, Körpergröße oder andere Sachen geprüft und dazu mussten sich die Jugendlichen ohne Worte in die richtige Reihenfolge einordnen. Dann wurden Satzanfänge wie „Menschen brauchen…“ oder „Ich wünsche mir…“ in die Menge geworfen und jeder einzelne beendete den Satz mit seinen eigenen Worten.

So, jetzt hatten alle genügend Zeit, sich kennenzulernen und konnten zum Thema „Die Welt ist morgen besser“ kommen. Man wacht morgens auf und es ist alles besser geworden. In Kleingruppen sollten sie sich fragen, woran sie merken, dass mit Behinderung, Mitmenschen oder Einsamkeit besser umgegangen wird. Der nächste Schritt war, dass man in Kleingruppen eine Idee sichtbar macht und währenddessen hat jemand, der nicht in der Gruppe war, die Situation erklärt. In unserer Welt ist vieles gut und manche Dinge sollten so bleiben wie sie sind, aber Menschen wünschen sich zum Beispiel, dass man freundlicher zueinander ist oder miteinander Spaß hat. Am Ende haben die Schülerinnen und Schüler Ideen für kleine Filmchen gesammelt und Szenen gedreht, in der mehrere Personen gemobbt werden, indem sie zum Beispiel einer älteren Dame den Gehstock wegnehmen oder jemand eine blöde Nachricht bekommt. Natürlich haben sie auch dann Szenen gedreht, wie es in der Welt von morgen aussehen sollte. Wenn die Menschen miteinander freundlicher umgehen würden, wäre alles noch schöner. Ein Schüler war zuständig, die Situation für die Kamera zu erklären. Zu Beginn der Nachrichten kam Musik und ein Vorspann, damit man neugierig wird, die Musik wurde beim Schneiden hinzugefügt. Erst wurde die Situation, wie sie jetzt ist, und danach wie sie in Zukunft sein könnte, abgedreht. Natürlich wurde zwischen den Szenen überlegt, wie man die blöde Situation besser machen kann. Mobbing ist blöd, das wissen wir alle. Die Schülerinnen und Schüler sind dann erstmal zum Opfer gegangen, haben mit ihm geredet. Dann haben die Jugendlichen nach einer Lösung gesucht. Zuvor haben sie gemeinsam die Rollen eingeteilt und es hat Spaß gemacht, selbst entscheiden zu können.

Das Projekt hat allen Beteiligten jede Menge Spaß bereitet. Zwischendurch gab es Pausen, in denen die Jugendlichen sich stärken und quatschen konnten. Als sich das Projekt zum Ende geneigt hat, waren sie bisschen traurig, da es eine tolle Woche war.

 

Mara Heß

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