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Auf Spurensuche im Steuerdschungel

An dem Tag war frühlingshaftes Wetter, und das haben wir ausgenutzt und sind hingelaufen. Vor Ort begrüßten Frau Wiegand und Frau Korger, welche die Auszubildenden beim Finanzamt betreuen, die Schüler ganz freundlich. Die Damen stellten die Frage, ob die Schüler wissen, wozu Steuern nützlich sind. Einige wussten, dass es die Mehrwertsteuer gibt und dass diese 19% beträgt. Aber nicht auf alles wird dieser Satz erheben, auf Lebensmittel sind es teilweise nur 7%. Das hätte man rein theoretisch anhand eines Kassenbelegs überprüfen können, aber gerade hatte keiner der Gäste einen parat. „Ich habe meinen Geldbeutel geleert“, war irgendwo zu hören. Neben der Mehrwertsteuer gibt es die Lohn-, die Einkommen oder die Umsatzsteuer und viele mehr. Außerdem haben die Jugendlichen gelernt, dass man manche Sachen wie Fachbücher von der Steuer „absetzen“ kann.  Das bedeutet, dass der Staat die Kosten bei der Steuerberechnung berücksichtigt.

„Das Finanzamt nimmt eigentlich nur den Menschen ihr Geld weg“, hat Finanzamtsleiter Thomas Hesse mit etwas Ironie einfach erklärt „und die Behörde wurde mit einer Elster „verglichen, die es ja ebenfalls auf wertvolle Sachen abgesehen hat. Deswegen trägt die App des Finanzamts, mit der man seine Steuererklärung einreicht, den Namen des räuberischen Federviehs. Eigentlich steht Elster aber für „Elektronische Steuererklärung“. Mit den Steuereinnahmen baut der Staat zum Beispiel Schulen oder bezahlt damit die Feuerwehr. Alle Menschen, die einen steuerpflichtigen Beruf ausüben, sind verpflichtet, Steuern zu zahlen. Und was, wenn man es nicht zahlt? Tja, erstmal wird ein Brief an den Zahlungspflichtigen geschickt, und nach dem dritten Mal steht jemand vom Amt vor der Tür. Das Haus wird dann nach wertvollen Gegenständen durchsucht und sie werden mitgenommen, um die Steuerschuld zu bezahlen. Das Amt hat noch viele weitere Aufgaben: Steuererklärungen prüfen, Unternehmen kontrollieren oder Steuernummern vergeben. Bei einer Prüfung kann es sogar sein, dass man Geld wiederbekommt. Bei einer Steuererklärungsprüfung wird geschaut, ob die Angaben stimmen oder ob Kosten richtig angegeben wurden. Wenn das Finanzamt Unternehmen überprüft, wird geschaut, ob die Firma richtig Steuern bezahlt oder ob sie alles richtig verbuchen. Das nennt man dann Betriebsprüfung. Für einen Vormittag waren es ganz schön viele Informationen, aber die Jugendlichen haben viel gelernt. Zum Schluss haben die Schüler und Schülerinnen eine Führung durch das Amt bekommen, aber sie mussten leise sein, da gearbeitet wurde.

Wieder im Raum, haben sie Goodie-Bags bekommen und sich bedankt, dass sie kommen durften. Während die Schüler und Schülerinnen zurück zur Schule gegangen sind, hat ein Schüler gesagt: „Ich werde da mal arbeiten.“ Es war für alle Beteiligten ein interessanter Ausflug.

 

Mara Heß

 

 

 

 

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